Rechner zur Ermittlung des staatlichen Anteils bei Bürgschaften

Bürgschaftsbanken geben Sicherheiten zu Gunsten von Unternehmen, wenn deren zu finanzierende Vorhaben sinnvoll und Erfolg versprechend sind, aber Kreditsicherheiten nicht ausreichend vorhanden sind.

Die Bürgschaften sind vollwertige Kreditsicherheiten. Beim Ausfall erhält die Hausbank bis zu 80 Prozent des ausstehenden Kreditbetrags von Seiten der Bürgschaftsbank. Im Interesse der Mittelstandsförderung beteiligen sich Bund und Länder daran mit Rückbürgschaften.

Der Verband Deutscher Bürgschaftsbanken hat einen Rechner veröffentlicht, mit dem errechnet werden kann, wie viel Risiko von Staat, Bürgschaftsbanken und Hausbanken bei einer Bürgschaft übernommen werden muss.

Hierzu müssen nur das jeweilige Bundesland, der Kreditbetrag und die Bürgschaftsquote angegeben werden.

Link zum Rechner: VDB-Rechner


Info für Hausbanken:
Nullgewichtung staatlich rückverbürgter Anteile der Bürgschaften von Bürgschaftsbanken

In diesem Zusammenhang weisen wir die Hausbanken nochmals auf folgende Neuerung hin. Die BaFin hat am 15. August 2016 bestätigt, dass eine verminderte Eigenkapitalunterlegung von kreditgebenden Banken und Sparkassen möglich ist, sofern bei Krediten an Gründer oder Unternehmenskunden staatlich rückverbürgte Bürgschaften der Bürgschaftsbanken (BBen) genutzt werden. Grundlage dafür sind die Regelungen der Kapitaladäquanz-Verordnung (CRR) ggü. der bisher maßgeblichen Solvabilitätsverordnung (SolvV) . Die BaFin stellt in ihrer Beurteilung fest, dass die Bürgschaftsbanken robuste Garantiegeber nach Artt. 119 Abs. 5 i.V.m. 215 Abs. 2 CRR sind.

Bislang wurde nach der SolvV der von Bürgschaftsbanken verbürgte Kreditteil von Instituten, die den Kreditrisiko-Standardansatz (KSA) verwenden, einheitlich mit 20% Risiko gewichtet.

Die Institute können den Bürgschaftsbank-Anteil nun mit 20% ansetzen und den staatlich rückverbürgten Anteil mit 0%.

Für die bestehenden Engagements können Sie als Hausbank eine entsprechende (elektronische) Auflistung bei uns anfordern.

Infoblatt